Partikelmessung im OP-Raum
Die Partikelmessung macht die Luftqualität im OP-Raum messbar. Sie bestimmt die Konzentration luftgetragener Partikel und ist Bestandteil der Qualifizierung nach DIN 1946-4.
Warum Partikelmessung?
Partikel in der OP-Raumluft können Keime transportieren und die Wundinfektionsrate beeinflussen. Die Partikelmessung liefert objektive, quantitative Daten zur Belastung der Raumluft und damit zur Wirksamkeit der raumlufttechnischen Anlage.
Während die Sichtprüfung nur offensichtliche Mängel erkennt, erfasst die messtechnische Partikelbestimmung die tatsächliche Luftqualität im eingebauten und betriebenen Zustand.
Die Partikelkonzentration des Basispegels
Ein zentraler Messwert ist die Partikelkonzentration des Basispegels: die Partikelkonzentration im OP-Raum im unbelasteten Zustand, also ohne laufenden Eingriff. Sie dient als Referenzwert für die Bewertung der Lüftungsleistung.
📊 Ausgangsniveau
Der Basispegel beschreibt die Partikelkonzentration, die die Lüftung im Ruhezustand erreicht.
🎯 Bewertungsgrundlage
Auf Basis des Basispegels wird die Wirksamkeit der Lüftung etwa über die Erholzeit bewertet.
🔬 Raumklasse Ib
Die Partikelkonzentration des Basispegels ist fester Bestandteil der Qualifizierung der Raumklasse Ib.
Partikelmessung und Leckprüfung
Die Partikelmessung im Raum ist zu unterscheiden von der Leckprüfung am eingebauten Filtersystem. Letztere weist mit einem Prüfaerosol nach, dass die endständigen HEPA-Filter dicht sitzen und keine Leckagen aufweisen. Sie ist nach DIN EN ISO 14644-3 durchzuführen und wird nach DIN 1946-4 für OP-Räume und Rüstzonen der Raumklassen Ia und Ib sowie für Sterilgutlagerräume vorgeschrieben.
Bestandteil der Qualifizierung
Je nach Raumklasse umfasst die Qualifizierung nach DIN 1946-4 unterschiedliche Messungen:
| Messung | Raumklasse Ia | Raumklasse Ib |
|---|---|---|
| Leckprüfung am Filtersystem | ✓ | ✓ |
| Partikelkonzentration des Basispegels | — | ✓ |
| Strömungs- & Temperaturprofil | ✓ | — |
| Erholzeitmessung | — | ✓ |
| Behaglichkeitsmessungen | ✓ | — |
Häufige Fragen zur Partikelmessung
Was ist die Partikelmessung im OP-Raum?
Die Partikelmessung bestimmt die Konzentration luftgetragener Partikel im OP-Raum – insbesondere die Partikelkonzentration des Basispegels. Sie ist Grundlage für die Bewertung der Schutzfunktion der Lüftung und Bestandteil der Qualifizierung nach DIN 1946-4.
Was ist der Basispegel?
Der Basispegel ist die Partikelkonzentration im OP-Raum im unbelasteten Zustand, also ohne Eingriff. Er dient als Referenzwert, von dem aus die Wirksamkeit der Lüftung – etwa über die Erholzeit – bewertet wird.
In welcher Raumklasse ist die Partikelmessung relevant?
Die Partikelkonzentration des Basispegels ist insbesondere Bestandteil der Qualifizierung der Raumklasse Ib. Für die Raumklasse Ia kommen zusätzlich Strömungs- und Temperaturprofile sowie Behaglichkeitsmessungen hinzu.
Wie wird gemessen?
Die Messung erfolgt mit kalibrierten Partikelzählern an definierten Messpunkten. Die Messung folgt den Vorgaben der DIN 1946-4 und der zugehörigen Prüfverfahren.
Wer führt die Partikelmessung durch?
Die Durchführung erfolgt ausschließlich durch den jeweils beauftragten unabhängigen Fachbetrieb mit normgerechter, kalibrierter Messtechnik. Diese Plattform nimmt Anfragen entgegen und prüft eine mögliche Vermittlung.
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